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Was sind die Geschäftsmodelle der Zukunft?

Unsere Welt entwickelt sich rasant schnell weiter und gefühlt kommen jeden Tag neue Technologien auf den Markt, neue Start Ups werden gegründet und neue Träume in die Realität umgesetzt und verwirklicht. Ob man den Wandel der Welt mit Hinblick auf die Digitalisierung, die Fortschritte der Wissenschaft oder auch auf neue Geschäftsmodelle sieht: Es ist ordentlich etwas los und Veränderungen sind quasi Alltag.

Wenn man aber eine Firma gründen möchte oder über ein eigenes Geschäft nachdenkt, sollte man sich fragen: Was ist das Geschäftsmodell der Zukunft? Damit kann man langfristig wesentlich erfolgreicher sein, als wenn man nur betrachtet, was in der Vergangenheit vielleicht funktioniert hat und alt bewährt ist. Nachmachen war gestern, Innovation ist heute! Deswegen dreht sich der folgende Text komplett um die Geschäftsmodelle der Zukunft.

Welche Geschäftsmodelle gibt es?

Das Wort "Geschäftsmodell" ist in aller Munde, so viel steht fest. Ob jemand darüber redet, der selbst kurz vor der Unternehmensgründung steht, ein Unternehmer, Entrepreneur, Dozent, das Internet… das Wort ist gerade überall, aber was steckt eigentlich so genau dahinter?

Generell als Geschäftsmodell zählen alle Methoden mit denen Unternehmen Geld verdienen möchten, um so einen Umsatz zu generieren. Das klassischste Geschäftsmodell ist das Standardgeschäftsmodell. Hierbei werden Produkte angeboten, die zu einem geringeren Preis erworben oder selbst produziert worden sind, um auf dieser Differenz (zwischen dem letztendlichen Verkaufspreis und dem Einkaufs / oder Produktionspreis) Gewinn zu schlagen und die Gemeinkosten wieder abzudecken. Dieses Geschäftsmodell wird in Online Shops, aber natürlich auch in jedem Geschäft angewendet. Mittlerweile haben sich daraus aber noch viele weitere Geschäftsmodelle entwickelt.

Hier sind einige Beispiele dafür. Ein ganz einfaches Beispiel dafür sind Autohersteller, die Dinge wie Leasing, Finanzierung, etc. anbieten und dem Kunden es so ermöglichen sich auch ein teures Auto leisten zu können, dabei aber noch einen größeren Gewinn machen können durch Zinsen.

Bei Zeitungen zum Beispiel machen die “Hersteller” bzw. Verleger nicht nur mit dem Verkauf einen Gewinn, sondern auch mit den zahlreichen Anzeigen, die man eben in diesen Zeitungen finden kann. So finanzieren sich übrigens auch Zeitungen, die man sich als Kunde mal eben umsonst mitnehmen kann.

Was du als Verbraucher bestimmt auch kennst, ist Folgendes: Du kaufst dir einen günstigen Rasierer, willst dann dafür Ersatzklingen erwerben und stellst fest, dass sie relativ teuer sind. Die Anbieter fangen sich die Kunden durch einen erschwinglichen Preis für den Erstkauf und machen den Gewinn dann durch die Folgekäufe. Genau so bei Druckern und vielen Kaffeemaschinen.

Auch Reward Programme gehören zu den Geschäftsmodellen. Das kann im großen Rahmen etwas sein wie Payback, sodass der Kunde mit jedem Kauf Punkte sammelt und diese irgendwann gegen einen Preis eintauschen kann. Das kann genauso gut im kleinen Rahmen passieren, wie zum Beispiel, wenn du Kaffee verkaufst und man das Rewardprogramm darauf bezieht. Du kannst Stempelkarten verteilen und dem Kunden für jeden gekauften Kaffee einen Stempel geben. Nach jedem 10. Stempel bekommt der Kunde einen Kaffee umsonst.

So kann man leicht Kunden an sich binden, da jeder gerne etwas gratis bekommt und sich den Kaffee lieber regelmäßig bei dir holt, als jeden Tag woanders. Das kann man in so gut wie jedem Bereich einsetzen. Zum Beispiel auch: es gibt einen Stempel pro 20 Euro Einkauf und bei 10 Stempeln spart der Kunde dann zum Beispiel 5 Euro oder einen gewissen Prozentsatz seines Einkaufes.

5 Kriterien und Eigenschaften von profitablen Geschäftsmodellen

Wenn du selbst darüber nachdenkst, mit welchen Geschäftsmodellen du starten willst oder wenn du dein Geschäft durch neue Geschäftsmodelle aufpeppen willst, dann helfen dir wahrscheinlich die folgenden 5 Kriterien und Eigenschaften, die profitable Geschäftsmodelle mit sich bringen.

1. Schaffe mit deinem Geschäftsmodell eine gewisse Loyalität zwischen dem Kunden und deinem Geschäft

So etwas geht eben sehr gut durch ein Bonus beziehungsweise Reward Programm, wie eben das Stempel-System. Hier wird der Kunde ziemlich sicher zumindest die 10 Mal wiederkommen, die er braucht, um sich seine Stempelkarte aufzufüllen. Nach diesen 10 Besuchen in deinem Geschäft hat sich für den Kunden dann eine gewisse Routine aufgebaut und die Wahrscheinlichkeit, das sich dieser Kunde diese Routine aufrechterhält, ist relativ hoch! Hier kommt also die Eigenschaft der Loyalität deinem Geschäft zu guten.

2. Ein Kriterium für ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist auch, dass du bei der Umsetzung nicht von vornherein zu viel investieren musst

Bleiben wir bei dem Beispiel der Stempel Systeme. Musst du zum Beispiel 10000 Euro in Stempel und Stempelkarten investieren, dann wäre halt die Frage, ob du diese Investition auch so schnell wieder herausbekommen würdest. Natürlich ist das ein sehr überspitztes Beispiel, aber generell sollte dir das sagen, dass du dir deine Investitionen gut durch den Kopf gehen lassen solltest, bevor du investierst.

3. Ein weiteres Kriterium für dein Geschäftsmodell ist eine hohe Skalierbarkeit

Darunter lässt sich zum einen verstehen, dass dem Kundenwachstum keine oder zumindest kaum Grenzen gesetzt sind. Das bedeutet, dass du vielleicht nicht das exklusivste Produkt anbieten solltest, dass vielleicht nur 3% der Bevölkerung anspricht. Gerade als lokaler Laden macht das wenig Sinn, höchstens als Online Shop mit einer spezifischen Zielgruppe, die man dann aber auch erst einmal erreichen muss. Außerdem sollten dann die variablen Kosten pro zusätzlichem Kunden gering sein.

Das bedeutet, wenn sich herumspricht, dass man zum Beispiel das beste Lachs-Brötchen der Stadt verkauft und dann dadurch einen ganzen Kundenansturm bekommt, dann wäre es ungünstig, wenn der Lachs eine spezielle Lieferung ist, die unfassbar viel kostet (Auch hier wieder Lachs nur als Beispiel, beziehen lässt sich das quasi auf alles!)

Um das zusammenfassen zu können: achte darauf eine relativ hohe Zielgruppe zu haben, um Wachstum quasi garantieren zu können und achte darauf, dass die Herstellungskosten mit einem Wachstum an Kunden nicht ins Unermessliche steigen, damit noch immer Profit garantiert werden kann.

4. Wenn du eine Dienstleistung anbietest, die mehr als das einfache “Herüberreichen von Ware” beansprucht, dann ist auch Zeit ein Kriterium 

Denn davon hast du nur 24 Stunden und solange du nicht unglaublich viele Mitarbeiter einstellen willst oder kannst, solltest du bedenken, dass Zeit in dein Geschäftsmodell mit eingeht und unbedingt bedacht werden sollte, bevor du zu viel Arbeit und viel zu wenig Zeit hast (wobei es irgendwie jedem mal im Weg steht).

5. Ein sehr wichtiges Kriterium bevor man überhaupt ein Geschäft eröffnet: gibt es überhaupt Bedarf für deine Idee?

Braucht die Stadt, in der du wohnst, wirklich den 204. Bäcker und den 82. Frisör? Wenn du damit deinen Traum verwirklichen würdest und die Idee umsetzen willst, obwohl es eigentlich keinen Bedarf in deiner Umgebung gibt, dann musst du unbedingt über Folgendes nachdenken: Was unterscheidet dich von den anderen Anbietern? Was hebt dich von der potenziellen Konkurrenz ab? Und was macht dich besser und für den Kunden attraktiver verglichen mit all den Geschäften, die schon vorhanden sind? Wenn du diese Fragen deutlich beantworten kannst, dann kannst du das Geschäft eröffnen. Generell aber ist es besser eine Idee zu haben, die es so noch nicht gibt.

Einige erfolgreiche Muster für digitale Geschäftsmodelle

Ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln gehört mittlerweile zur Routine von so gut wie jedem einzelnen Unternehmen. Das hat viele verschiedene Gründe. Zum einen erweitert man seine „Target Group“ (also die Zielgruppe), sowie die „Reach“ (also die Reichweite) ungemein. Heutzutage googelt man meistens nach Dingen, um sich Erfahrungswerte durchzulesen und auch einen Überblick über das gesamte Angebot zu bekommen. Eine Online Präsenz ist also unfassbar wichtig. Aber was gibt es in dem Bereich für Möglichkeiten? Genau darum soll es im Folgenden gehen.

Ein ganz klassisches Geschäftsmodell ist der „E-Commerce“. Um konkurrenzfähig zu bleiben, macht es also Sinn einen kleinen Online Shop anzubieten, bei dem Kunden auch online Bestellungen durchführen können. Da gibt es verschiedene Varianten, zum Beispiel kannst du anbieten, dass der Kunde seine online-Bestellung bei dir im Geschäft selbst abholt und so die Versandkosten sparen kann. So erhöhst du die Chance, dass der Kunde eventuell noch spontan etwas im Laden kauft.

Aber auch die Lieferung direkt zum Kunden ist eine Methode, die sehr kundenfreundlich ist und über die unbedingt nachgedacht werden sollte bzw. die in Betracht gezogen werden sollte. Kundenfreundlichkeit bedeutet eben nicht nur stets ein Lächeln im Gesicht haben ist das A und O, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade voll berufstätigen Menschen kommt das zugute, da den oft die Zeit und Lust fehlt alle Erledigungen nach der Arbeit oder gar an einem Samstag zu erledigen. Möchte jemand aus diesem Grund ausschließlich online bestellen, so würde dein Unternehmen ohne online Shop direkt herausfallen und in der Konkurrenz untergehen.

Ein weiteres digitales Geschäftsmodell ist das „Auction“ Modell. Natürlich passt das nicht in viele Unternehmensmodelle, aber hast du zum Beispiel ein Antiquitäten-Geschäft, dann könnte das zu dir passen! Vorstellen kann man sich das quasi etwa wie Ebay. Man stellt einzigartige Artikel online und lässt die Kunden bieten. Hier kann man mit einem Startgebot etwas die Richtung der Preisentwicklung steuern, aber ansonsten hängt es von den Kunden ab, wie viel hier tatsächlich an Gewinn gemacht wird.

Erfolgsfaktoren von Geschäftsmodellen – kritisch betrachtet

Wenn du dich mit neuen Themen – oder auch alten Themen – auseinandersetzt, dann ist ein wichtiger Aspekt davon, dir auch immer die möglichen Herausforderungen anzusehen, damit du von diesen nicht überrascht wirst und dich auf alles vorbereiten kannst und vor allem auch Pros und Cons abwägen kannst, bevor du überhaupt eine Entscheidung triffst. Eine große Herausforderung ist und bleibt einfach die enorme Konkurrenz, gerade bei digitalen Geschäftsmodellen. Denken wir mal in eine Zeit vor dem Internet zurück.

Stelle dir vor, du eröffnest einen Kiosk. Dann steht dir als Konkurrenz jeder Kiosk im Umkreis von 10 km im Weg. Bringen wir das in die heutige Zeit und in die digitale Form, dann hast du nicht nur die Online Shops als Konkurrenz, die sich in unmittelbarer Nähe von dir befinden, sondern quasi alle, die existieren und an deine potenziellen Kunden liefern können.

Deswegen ist es heute so wichtig wie nie zuvor einen exzellenten Service zu bieten, der einfach hervorsticht, damit du es schaffst dich von der Konkurrenz abzuheben und nicht in der Masse untergehst.

Aber nicht nur der Markt verändert sich. Ganz entscheidend verändert sich auch der Konsument. Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. In der Entwicklung der Geschäftsmodelle spielt dieser Faktor eine immer wichtigere Rolle. Das Ziel des Online Handels ist, den Konsumenten schnell und zuverlässig zu bedienen, ohne dabei eine riesige Belastung für die Umwelt darzustellen. Nachhaltigkeit und Konkurrenz sind zwei der größten Herausforderungen, den sich jedes Geschäftsmodell, die zurzeit bestehen, stellen muss.

Definition: Die digitale Plattform Ökonomie

Um den Begriff der digitalen Plattform Ökonomie erst einmal zu definieren, lässt sich sagen, dass es sich quasi, um wirtschaftlich ausgerichtete Interaktionen und Transaktionen handelt. Also zählen dazu ganz normale Online Shops, Online Auktionshäuser, online angebotene Dienstleistungen, wie zum Beispiel Online Agenturen - Plattformen auf denen man z.B. Termine beim Nagel Studio machen kann.

Sogar Arzttermine lassen sich heutzutage online machen, sodass einem der lästige (und oft sogar nervenaufreibende Anruf beim Arzt) einfach erspart wird. Und das alles wegen der digitalen Plattform Ökonomie, die die Möglichkeiten der Geschäftsmodelle um einiges vervielfacht hat.

Erfolgsstrategien für zukünftige Geschäftsmodelle

Eine Sache hast du wahrscheinlich mit jedem Unternehmen in jeder Branche gemeinsam: Erfolg wird Teil deines Plans sein. Deswegen sind Erfolgsstrategien für deine zukünftigen Geschäftsmodelle absolut unumgänglich. Welche es da gibt, kannst du im Folgenden lesen!

Denkst du an die Bedürfnisse der Konsumenten und richtest deine Strategien danach aus? Dazu ist es wichtig Veränderungen und neue Trends im Blick zu haben, damit du dein Geschäftsmodell stetig anpassen kannst, um so immer oben zu bleiben und so auch das Wachstum des Unternehmens sicherzustellen.

Immer wichtiger wird das Thema „Nachhaltigkeit“. Binde das also unbedingt mit in deine Strategie mit ein.

Du legst quasi den Baustein für potenzielle erfolgreiche Geschäftsmodelle der Zukunft. Innovativität ist unbedingt gefragt: probiere ruhig etwas komplett neues aus, denn ohne den innovativen Entrepreneur Spirit würden alle immer nur das Gleiche machen. Klar, solltest du ruhig auf Erfahrungen von anderen vertrauen und Dinge wie das Internet mit einbauen, aber verlasse dich auch auf dein Gefühl. Auch aus Fehlern kann anschließend immer gelernt werden.

Ohne Innovativität gewisser Menschen würden wir heute ohne Facebook, Paypal und Instagram leben. Wage etwas und erschaffen etwas ganz Neues! Oder mache etwas Klassisches. Du kannst dich mit noch so vielen Geschäftsmodellen beschäftigen, aber wenn dir die Passion für dein Projekt fehlt, dann wirst du vermutlich nicht die nötige Ausdauer haben langfristig an dir und deinem Unternehmen zu arbeiten. Denke daran - Erfolg passiert nur sehr selten über Nacht!

Lektüren passend zum Thema „Geschäftsmodelle“

Es gibt jede Menge Lektüren, die sich mit dem Thema „Geschäftsmodelle der Zukunft“ intensiv auseinandersetzen. Hier sind für dich ein paar der Top-Bücher zusammengefasst, damit du nicht vom riesigen Markt dieser Bücher erschlagen wirst, falls du dich selbst nach solchen umsehen willst.

Das Buch “Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer” von Alexander Osterwalder ist ein Klassiker für Unternehmer, der 2011 auf den Markt kam und seitdem in vielen Bibliotheken von Unternehmern vertreten ist und sich seinen Platz dort absolut verdient hat. In dem Buch werden die verschiedenen Geschäftsmodelle angeschnitten und wie sie umgesetzt und entwickelt werden können.

Du lernst quasi direkt Dinge, die du in ihrem eigenen Geschäftsmodell austesten kannst. Das Buch wurde von 470 Autoren aus 45 verschiedenen Ländern verfasst, das heißt die Vielfalt an Ideen in diesem Buch istvkaum zu toppen. Das Buch bietet Inspiration und könnte kaum informativer sein.

Sehr relevant momentan ist auch das Buch “Die 4 Stunden Woche” von Timothy Ferriss. Hier kann man lernen, wie man effizient arbeitet und sich nicht durch eine 80 Stunden Woche ausbrennen lässt, sodass man konstant erfolgreich sein kann. Einige der Hauptaussagen des Buches sind, dass in Arbeit zu ertrinken genauso unproduktiv ist, wie gar nichts zu tun und dass man mit der Arbeit einfach anfangen soll, anstatt diese ständig vor sich herzuschieben. Außerdem sollte das Ziel von Arbeit nicht sein, sich alle materiellein Dinge kaufen zu können, sondern alle Dinge tun zu können.

Des Weiteren wird in dem Buch vom Multi Tasking abgeraten. Stattdessen sollte man sich auf eine Sache vollständig konzentrieren, denn umso besser und effizienter wird man eben diese Aufgabe bewältigen. Auch wie du selbst arbeitest oder wie du deine Mitarbeiter arbeiten lässt, ist ein Teil deines Geschäftsmodells und muss gut überlegt werden. Dabei kann dieses Buch eben ganz gut helfen.

Als dritten Buch Tipp ist „Zukünftige Geschäftsmodelle: Konzept und Anwendung in der Netzökonomie“ von Thomas Bieger auch sehr relevant für dieses Thema. Hier wird die neue mit der alten Ökonomie verglichen, für komplexe Wörter werden Definitionen geboten und es werden jede Menge Beispiele gebracht. Gerade für Einsteiger in dieses Thema der Geschäftsmodelle ist das eine tolle Lektüre, die all die Basics abdeckt und super ansprechend informiert!

Natürlich gibt es noch weitere Lektüren in diesem Bereich, wie zum Beispiel „Scaling Lean“ vom Unternehmer Ash Maurya, der dieses Buch verfasst hat. Hier werden realistische Beispiele von StartUps (wie AirBnB und Hubspot) mit Techniken aus der Fertigungswelt verglichen. Das Buch beruht darauf, dass jedes Unternehmen sich als Ziel setzen sollte den eigenen Kunden glücklich zu machen. Um das zu erreichen, beschreibt der Autor eben einen Prozess, den er in 5 Schritte untergliedert hat.

Die Schritte sind die folgenden:

  • Akquisition: Wie kann man mit welchem Produkt die ersten Nutzer und Kunden generieren?
  • Aktivierung: Wie kommuniziere ich am besten mit meinen Kunden und Nutzern?
  • Retention: Wie und durch was wird der Kunde und Nutzer angetrieben unser Produkt eigentlich auch zu nutzen?
  • Umsatz: Wie gestaltet sich mein Preismodell und bleibt nachhaltig?
  • Empfehlung: Wie gestaltet sich das Referral Programm für das Produkt und mein Unternehmen?

Denn egal wie sich Geschäftsmodelle in der Zukunft entwickeln: die persönliche Empfehlung eines Menschen, der nicht mit dem Unternehmen assoziiert wird, funktioniert einfach schon immer und vermutlich auch für immer am aller besten. Denn wem vertrauen wir nun einmal mehr als den anderen Otto Normal Verbrauchen? Kaum jemandem! Dieses Buch kann auch super dabei helfen überhaupt zu entscheiden, welches Produkt man vertreiben möchte und in welche Richtung das eigene Geschäftsmodell überhaupt gehen soll. Super hilfreich und empfehlenswert!

Für wen bei diesen Empfehlungen jetzt nichts dabei war, dem sei nur zu sagen: Es gibt ein unfassbar riesiges Angebot an Büchern zu diesem Thema. Da ist sicherlich wirklich für jeden Leser etwas dabei, sodass man sich nur in ein Buchgeschäft der Wahl begeben muss und stöbern kann! Auch Zusammenfassungen mit den Key Learnings online können sehr hilfreich sein. Niemand hat je ausgelernt und so lohnt sich das Lesen solcher Bücher enorm. 

Studien im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen

Im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen gibt es jede Menge Studien, was natürlich damit zusammenhängt, das das Thema super relevant ist und das auch schon ziemlich lange! Jetzt gerade in Bezug auf Digitalisierung werden die Geschäftsmodell-Möglichkeiten immer größer! Hier kannst du dir also einen Einblick in ein paar Studien zum Thema verschaffen!

Die erste Studie in diesem Zusammenhang beschäftigt sich mit der „Stadtwerke 2030“ Studie. Denn nicht nur Unternehmen, wie eben deines, sondern auch große schon bestehende Unternehmen und Firmen müssen sich jede Menge Gedanken zu dieser Art von Thema machen. Die Stadtwerke bilden da tatsächlich keine Ausnahme. Die größten „Take Aways“ aus der „Stadtwerke 2030“ Studie waren, das hier insbesondere durch neue Kooperationen mit den Herausforderungen von kommunalen Energieversorgungsunternehmen umgegangen werden soll.

Die Herausforderungen hierbei ist mehr Regulierung, die sich stetig entwickelnde Digitalisierung, der immer zunehmende Wettbewerb und sinkende Gewinne. Durch Kooperationen soll hier also den Herausforderungen entgegengewirkt werden und genau das kannst du auch für dich und dein Unternehmen aus dieser Studie herausnehmen: Dein Unternehmen mag noch so klein sein, aber die Kooperation mit anderen Firmen lohnt sich immer. Eine Hand wäscht die andere - ist eben auch im Business Alltag ein schönes Motto!

Auch Lünendok führte 2019 zu innovativen Geschäftsmodellen eine Studie durch und kam zu folgenden Erkenntnissen:

1. Agiles Arbeiten verbessert die Erlebnisqualität im Innovationsprozess. Das bedeutet, dass man Mitarbeitern flexibleres Arbeiten ermöglicht, was zu mehr Effizienz und Produktivität führen soll. Inwiefern du das auf dein Unternehmen beziehen kannst, ist natürlich davon abhängig, ob du Mitarbeiter hast und wenn ja, wie viele das sind.

2. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen scheint gerade großes Thema zu sein und wurde auch in der Studie von Lünendok bestätigt. Kooperation soll für mehr Innovation sorgen. Innovation ist das A und O und geht anscheinend Hand in Hand mit Kooperationen.

3. Kommunikationskompetenzen und die Skill Daten analysieren zu können wird immer und immer wichtiger und sollte nicht unterschätzt werden. Bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern sollten diese zwei Faktoren also auch bedacht werden!

Beispiele für erfolgreiche Geschäftsmodell Innovationen

Eine besonders gute Inspiriationsquelle können andere Unternehmen sein, die mit ihren Ideen besonders innovativ und schlussendlich auch erfolgreich gewesen sind oder noch immer sind. Deswegen sind hier ein paar Beispiele, die dir als Motivation dienen sollen!

Jeder kennt wohl folgendes Unternehmen: Rolls Royce, der britische Flugzeug Turbinen Hersteller. Dessen „Power by the hour“ Geschäftsmodell ist ein absolutes Parade-Beispiel. Vor dessen Einführung war der Bau der Treibwerke für eben Rolls Royce ein einseitiges Produktgeschäft: für einen hohen Betrag ging dann das Triebwerk in den Besitz des Flugzeugmanufakter hinüber. Das änderte sich schnell, denn an die Airlines wurden seitdem dann keine Triebwerke mehr verkauft, sondern sogenannte Schubstunden. Die Airlines mussten somit nur noch die Arbeitsstunden der Triebwerke bezahlen und waren nicht mehr dazu verpflichtet diese eben auch zu kaufen.

Das Triebwerk blieb somit Eigentum von Rolls Royce, diese waren damit weiterhin für Wartung und Instandhaltung verantwortlich. Dieses Geschäftsmodell bezieht sich dann auf einen „Performance based contracting“- Ansatz, was auf Deutsch bedeutet, das es sich auf eine ergebnisabhängige Vergütung beläuft. Hierbei wird nicht der Wert der eigentlichen Triebwerke vergütet, sondern die erzielbaren Flugleistungsstunden. Dinge wie Wartung und Reparatur und auch Betrieb sind hier im Preis inbegriffen. Dadurch hat Rolls Royce nicht nur einen Eigenvorteil geschaffen, sondern auch Vorteile für die Airlines, aber auch für die letztendlichen Airline Kunden, denn nur so wurden die von den meisten Menschen geliebten „Billig Airlines“ erst einmal möglich gemacht.

Um das jetzt nochmal zusammenzufassen: durch die Änderung des Geschäftsmodells, macht Rolls Royce ein konstantes Einkommen, ermöglicht es weit aus mehr Firmen beziehungsweise Airlines von ihrem Produkt Gebrauch zu machen und behält die Rechte am Produkt. Klingt doch nach einer Win Win Situation für wirklich alle Beteiligten? Somit hat Rolls Royce sich in dem Bereich von einem Luxus Artikel, das zuerst auch nur Luxus Airlines vorbehalten war, zu etwas zu entwickeln, das für alle erreichbar war und hat sich somit selbst die Zielgruppe um einiges vergrößert! Ziemlich smart. Um dieses Prinzip übrigens mal auf den alltäglichen Gebrauch herunterzubrechen: denken Sie an Copy Shops! Hier bezahlen Sie ja nicht den Drucker, sondern nur die Kopie einzeln. Somit verschafft sich der Copy Shop ein konstantes Einkommen!

Ein vielleicht nicht ganz so kommerzieller Name wie Rolls Royce ist das Unternehmen Dow Corning. Dow Corning ist ein Chemiekonzern aus den USA, der Silikonprodukte anbietet und das für die unterschiedlichsten Branchen. Zuerst war das Geschäftsmodell auf den Verkauf mit den umfangreichsten Beratungsleistungen ausgerichtet. Durch die Kommodifizierung der Märkte wurde der Verkauf einiger Produkte jedoch immer schlechter und der Umsatz somit auch, sodass dieses Geschäftsmodell einfach keinen Sinn mehr für Dow Corning machte.

Um Wachstum zu generieren war also eines klar: Das Geschäftsmodell musste angepasst werden. Dafür wurden die schlechten Verkäufe und die Gründe dafür eingehend analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass viele Kunden den großzügigen Beratungs Support einfach nicht mehr benötigten und stattdessen auf der Suche nach günstigeren Alternativen waren, wo sie hohe Stückzahlen zu einem geringen Preis bekamen. Durch die Beratungsleistungen nahm Dow Corning eben einen höheren Preis als andere Konkurrenten.

Mit dieser Erkentnis entwickelte Dow Corning ein kostenbasiertes „No Frills“ Geschäftsmodell, das parallel zum bereits bestehenden und wertbasierten Geschäftsmodell stand. Hierbei ging es also darum Produkte so günstig wie möglich für den Massenmarkt anzubieten, sogar wenn die Qualität darunter leiden musste und Dinge wie Beratungsleistungen ausfallen mussten, um den Preis nachhaltig zu gestalten. Umsetzen konnte Dow Corning das durch die Gründung eines neuen eigenständigen Unternehmens namens Xiameter. Xiameter war also auf den Verkauf von standarisierten Angeboten im Internet spezialisiert und ausgerichtet. Schnell fällt eins auf: Dow Corning und Xiameter könnten vom Geschäftsmodell her kaum gegensätzlicher sein. Xiameter war sogar das Gegenteil von dem was den eigentlichen Erfolg von Dow Corning bislang ausgemacht hatte. Trotzdem: der Wandel ging vollends auf.

Zusammenfassend lässt sich also hier sagen, dass Dow Corning durch den niedrigeren Verkaufspreis durch den Verzicht auf Beratung etc. seine Zielgruppe enorm vergrößern konnte. Der Kunde bekommt eben ein viel günstigeres Produkt und bekommt somit, was er wollte. Das Unterehmen erzielt einen höheren Umsatz, durch bessere Verkaufszahlen und vermutlich auch weniger Angestellte durch die Wegnahme der Beratung. Trotzdem blieb Dow Corning bestehen und beide Firmen ergänzten sich phänomenal, da Xiameters Preise den Abbau von Kapazitätsüberschüssen in der Produktion ermöglichten.

Durch Xiameter wurden viele neue Kunden generiert. Was dir dieses Geschäftsmodell vor allem beibringen kann, ist, dass es gut ist auf die Kunden und auf die Entwicklung zu achten. Hätte Dow Corning auf sein ursprüngliches Geschäftsmodell beharrt und nicht noch Xiameter gegründet, dann hätte er einen riesigen Markt verschenkt und wesentlich weniger Erfolg gehabt. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind unfassbar wichtig, wenn es darum geht sein Unternehmen beim Wachsen und entwickeln beizustehen.

Das dritte Beispiel, das wir dir mit den auf den Weg geben wollen, ist das von ALD Vacuum Technologies. Die ALD Vacuum Technologies GmbH könnte dir etwas sagen, wenn du dich mit der Vakuumprozesstechnik auskennst oder dich schon einmal näher befasst hast. Es handelt sich nämlich um den weltweit führenden Anbieter von Anlagen und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Vakuumprozesstechnik. Ganz klassisch werden hier Anlagen verkauft, vor einigen Jahren wurde aber auch das Geschäftsmodell „Own and Operate“ eingeführt, damit die veränderten Kundenbedürfnisse im Bereich von modularen Verfahrens und Prozesstechniken eben auch bedient werden konnten.

Auch hier wieder eine große Emphasis auf „Veränderung“. Auch die ALD Vacuum Technologies GmbH hat sich also das Kundenverhalten genau angesehen, eine Veränderung festgestellt und das eigene Unternehmen flexibel darauf angepasst, anstatt auf die alten Ideen zu beharren. Veränderung im Bereich von Unternehmen ist eben unausweichlich, viel mehr ist es etwas Positives. Auf diese Weise geht ALD auf die Bedürfnisse von den Kunden ein, die also in diesem Fall eine Wärmebehandlung in der Weiterverarbeitung ihrer eigenen Bauteile brauchen, aber weder über das nötige Know-How noch die Technik für die benötigten Verfahren verfügen.

Hier wird durch ALD also nicht nur bei Produktentwicklung geholfen, sondern sogar bei der Wertschöpfung. So wird das eigene Know-How beim Kunden benutzt und dieser kann so auch sensible Anlagen betreiben, sodass sich die Zielgruppe auf Kunden erweitert, die nicht sowieso schon Profis sind. So werden viel höhere Anlagennutzungsgrade erreicht und eine bessere Qualität kann angeboten werden – trotz niedrigerer Gesamtkosten.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ALD seine Zielgruppe vervielfacht hat, indem nun auch Kunden angesprochen werden, die nicht über das nötige Know-How verfügen. Auch hier profitiert wieder der Kunde, ALD bekommt mehr Kunden und der Kunde bekommt die nötige Hilfe in dem Bereich. Die kundenwertorientierte Preisbildung unterstützt die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Vom Produktionshaus zum produzierenden Dienstleister hat ALD den Sprung in die Zukunft geschafft! ALD konnte sich so perfekt neu im Markt etablieren und ist einfach nur auf das eingegangen, was der Kunde eben brauchte.

Was haben all diese Geschäftsmodelle gemeinsam? Ganz einfach! Sie gehen auf die Bedürfnisse des Kunden ein und erkennen, dass sich diese Bedürfnisse einfach immer weiter entwickeln und darauf eingegangen werden muss. Tut man das nicht, gibt es genug Konkurrenten, die es tun und an die man die eigenen Kunden dann schnell verliert. Veränderung ist das A und O und darauf musst du als Unternehmer einfach unbedingt eingestellt sein!

Es reicht einfach nicht mehr neue Produkte und auch Dienstleistungen zu entwickeln. Das gesamte Geschäftsmodell muss modifiziert werden oder sogar komplett neu kreiert werden. Dadurch verschaffst du dir auch einen klaren Wettbewerbsvorteil, da du auf die Personengruppe eingehst, die letztendlich deinen Umsatz ausmacht: die Kunden! Smart zu agieren ist super wichtig. Beobachte also den Markt ständig und versuche immer deine Zielgruppe so groß wie möglich zu gestalten, denn so kannst du auch den größten Umsatz generieren und Wachstum stetig gewährleisten.

Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer dieser Best Case Practice Beispiele, wie zum Beispiel Amazon, die sich einfach ein absolutes Imperium geschaffen haben und so viel machen, von dem man als Otto Normal Verbraucher vielleicht gar nicht mitbekommt. Wusstest du, dass Amazon eine eigene Airline hat? Bald einen eigenen Flughafen aufmacht? Dass Amazon die riesige Supermarkt-Kette Whole Foods gehört? Dass Amazon jährlich Umsatz Rekorde feiert? Und dass mit einer Idee, die eigentlich nicht außergewöhnlich ist. Was Amazon außergewöhnlich macht, ist aber der umfassende Kundenservice, der kaum besser sein könnte. Unfassbar schnelle Lieferzeiten, ein Streaming Dienst mit eigenen Produktionen und ein Kundenservice Chat, der ewig lange Wartezeiten am Telefon verhindert. Alles, was das Konsumerherz sich also wünschen könnte, bekommt man bei Amazon.

Neue Geschäftsmodelle durch Social Media?

Social Media ist überall! Instagram, Facebook, Twitter… es nimmt keine Ende und so gut wie jeder ist dort aktiv – sogar egal welche Altersgruppe. Man kann also sagen: Die Zielgruppe ist enorm groß. Was passt so gut zusammen wie Kaffee und Milch? Eine enorm große Zielgruppe und ein Geschäftsmodell! Glasklar eigentlich, das sich aus diesen Social Media Kanälen eben auch Geschäftsmodelle entwickelt haben und genau das ist passiert. Schauen wir uns mal Influencer an. Diese Menschen posten auf Social Media und verdienen jede Menge Geld genau damit.

Aber auch bestehende Geschäftsmodelle können von Social Media profitieren, indem sie genau das Kommunikationskanal mit dem Kunden nutzen, sich so ein positives Image aufbauen und ihre Zielgruppe vergrößern. Social Media ist ein Fluch und ein Segen zugleich: Die Konkurrenz könnte nicht größer sein, aber genauso könnte die mögliche Reichweite nicht größer sein. Man muss diese Kanäle für sich nutzen und kann so nur davon profitieren.

Franchising als Geschäftsmodell

Wir alle kennen und lieben sie: Ketten! Von Fast Food, bis Tourismus, Dienstleistungen, Gesundheit und Fitness. In welchem Bereich treffen wir schon nicht auf Ketten? Aber wer steckt eigentlich hinter diesen Unternehmen, gerade wenn diese vielleicht sogar international sind? Ganz einfach: Franchise Geschäftsmodelle stecken dahinter!

Wenn du also ein Unternehmen gründen willst, aber entweder keine Idee hast oder kein allzu großes Risiko eingehen willst, dann liegst du mit diesem Unternehmen goldrichtig! Man sucht sich also eine Kette, die das Franchise Prinzip anbietet, und bezahlt eine Gebühr an diese. Dann kauft man diesen die Geräte und Einrichtungen ab und bespricht gewisse Freiheiten, Verpflichtungen und wie viel % des Gewinnes diese verlangen.

Auch die Location muss oft vom Hauptunternehmen abgesegnet werden. Sind all diese Dinge geklärt, kann man sich also quasi in die Arbeit stürzen. Der Vorteil des Prinzips vom Franchising ist definitiv, dass man nicht bei 0 starten muss und Menschen generell wahrscheinlich schon vom Unternehmen gehört haben und so angezogen werden. Außerdem ist man nicht alleine für das Marketing verantwortlich, was einem viel Arbeit abnimmt.

Weitere interessante Fakten zum Thema „Geschäftsmodelle“

Zum Thema der Geschäftsmodelle gibt es einige interessante Fakten und Fun Facts, die dich interessieren könnten und dein Allgemeinwissen in dem Bereich etwas bereichern. Deswegen haben wir hier einige Fakten und Fun Facts für dich zusammengefasst! Insgesamt geht es vor allem viel um das Thema Franchise, weil die Geschichte dessen schon sehr lange zurückreicht und es da viel zu lernen gibt! Viel Spaß beim Lesen und Lernen!

Das erste Franchise weltweit war überraschenderweise ein Unternehmen, das Nähmaschinen vertrieb. Die Singer Sewing Machine Company wurde 1851 in den USA gegründet und vergab bereits 9 Jahre nach Gründung anderen Unternehmen und Händlern das Recht, die eigene Nähmaschine ebenfalls zu verkaufen! So begann die Reise des Franchise in die große Welt der verschiedensten Geschäftsmodelle schon unfassbar früh!

Man könnte meinen, dass das Wort „Franchise“ seinen Ursprung in den USA findet. Dem ist aber tatsächlich nicht so. Der Begriff kommt aus dem Französischen und hatte im Mittelalter noch eine ganz andere Bedeutung. Er stand für die Befreiung von Abgaben, wie Steuern und Zöllen.

Schätze doch mal, wie viele Franchisegeber es weltweit gibt? Hier gibt es ein paar Zahlen für dich! Laut dem DFV – dem deutschen Franchise Verband – gibt es circa 12.000 verschiedene Franchisegeber, die deren Geschäftsmodelle an circa 800.000 Franchise Unternehmen weitergegeben haben, damit diese dann deren Konzept selbst ausführen können – wow, jede Menge!!!

Wer, denkst du, ist der größte Franchisegeber in ganz Europa? Tatsächlich niemand anderes als 7-Eleven! In Deutschland haben wir den Kiosk artigen Laden zwar nicht, aber ansonsten gibt es 47.300 Läden in Europa (und unzählbar viele in den USA). Platz 2 macht die bekannte Fast Food Kette Subway, mit den Foot long Sandwiches und leckeren Cookies – mit 37.000 Gastronomiebetrieben. Und erstaunlicherweise belegt McDonalds nur den dritten Platz mit seinen europaweit 33.4000 Filialen.

Jetzt schätze mal, wie viele Franchisenehmer wir in Deutschland haben? Stolze 73.000! Es gibt circa 1000 Franchisesysteme in Deutschland. Die circa 73000 Franchisepartner haben also mehr 100000 Betriebe in denen mehr als 540000 Mitarbeiter angestellt sind. 

Wenn einem der Begriff Franchise etwas sagt, dann fallen einem vermutlich zuerst Ketten wie eben McDonalds ein. Trotz der (Hass-Liebe) und Beliebtheit solcher Ketten ist die Gesamtheit der Gastronomie nicht die größte Franchise Branche. Tatsächlich kommen 38% des Ganzen aus dem Dienstleistungsbereich. 27% werden vom Handel eingenommen. Die Gastronomie ist tatsächlich nur mit 20% vertreten, dazu zählen sogar noch die Touristik und Freizeitbranche. Mit 9% bleiben da noch Fitness und Gesundheit und die letzten 7% der Branche gehen an das Handwerk. Spannend, oder?

Hast du eine Ahnung, wer mit 1070 Franchise und Kooperationspartnern wohl das größte Franchisesystem Deutschlands im Tourismus ist? - Niemand anderes als TUI!

Zum Eigenvertrieb von TUI gehören knapp 500 Reisebüros. McDonalds ist mit seinen 1500 Betrieben in Deutschland auch ein Big Player, genau wie die Schülerhilfe, die mit mehr als 1100 Standorten in der DACH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) dienen kann!

Überlegst du jetzt auch ein Unternehmen nach dem Franchise System aufzubauen? Der durchschnittliche Einstiegspreis bei Franchisepartnern liegt derweil allerdings bei stolzen 11.000 Euro im Durchschnitt. Erstmal investieren ist hier definitiv angesagt!

Hier ist eine kleine Auflistung, der verschiedenen Investitionssummen im Franchise Bereich. Die meisten Investitionen sind unter 50.000 Euro gestaffelt. Bei cira 56% sind die Investitionen im ersten Jahr unter 50.000 Euro! Bei 19% waren wiederum bis zu 100.00 Euro an Investition benötigt. Bei 18% waren es sogar 200.000 Euro! Über 200.000 Euro investierten aber nur circa 7% der Gründer.

Kenst du den Boxer Henry Maske? Wahrscheinlich ja! Aber wusstest du auch, dass der Ex-Boxweltmeister zehn McDonalds Fillialen in NRW betriebt und circa 600 Mitarbeiter in diesen beschäftigt? Bereits 2000 stieg er ins Geschäft ein und öffnete 2010 die bisher letzte Filiale seines Franchise Imperiums!

Was passiert mit bisher erfolgreichen Geschäftsmodellen?

Traurig, aber wahr: bisher sehr erfolgreiche Geschäftsmodelle werden mit der Zeit einfach vor allem eins tun: verschwinden! Und zwar gänzlich von der Bildfläche. Eben damit dabei nicht auch das dahinter stehende Unternehmen gänzlich untergeht, ist es so unfassbar wichtig, sich anzupassen und mit der Zeit zu gehen! Dafür sorgen neuste Technologien, denn diese revolutionieren unternehmerische Produktionsprozesse, die einst in Stein gemeißelt waren, verändern ganze Wertschöpfungsketten und zeigen bewährten Geschäftsmodellen eine ganz neue Richtung auf.

Unternehmer müssen alles infrage stellen. Was hat die letzte Zeit – sagen wir die letzten 15 Jahre verändert? Denke mal nach. Maschinen übernehmen die Arbeit von Menschen. Smartphones sind an die Hände der Menschen geklebt, wie einst unvorstellbar. Manager müssen Betriebsprozesse gänzlich neu anpassen. Diese Wandel sind offensichtlich, gehen aber viel tiefer, als man zuerst bemerkt oder gar denken mag. Wertschöpfungsketten werden grundlegend verändert – von Geschäftsidee bis hin zur Entwicklung und sogar Service und Betrieb.

Was früher funktionierte, klappt nicht mehr und muss neu erfunden werden. Sogar Risiken müssen eingegangen werden. Was steigt dadurch? Die Anforderungen und Unsicherheiten für und an Manager und auch Kontrolleure, Unternehmer und alle, die irgendwie in diesem Bereich arbeiten und tätig sind oder auch sein wollen. Wenn Geschäftsmodelle, die früher funktionierten, jetzt nicht mehr gehen, dann fehlt uns einfach eins: die Erfahrungswerte bei neuen Geschäftsmodellen, was ein Risiko mit sich bringt. Das wesentliche Analyse-Instrument fällt weg.

Nicht umsonst ist der Beruf des Unternehmensberaters gerade im Kommen wie kaum etwas anderes. Selbst etablierte Unternehmen müssen sich verändert und deren Planungsrechnungen lassen sich zurzeit mit denen von Start-Up Unternehmenvergleichen. Zukunftsprognosen sind unfassbar schwierig, weil die Digitalisierung einfach unfassbar schnell ist und beinahe täglich neue Dinge aus der Erde schießen. Es gibt neue Wettbewerber, die eine disruptive Wirkung auf das Marktgeschehen haben.

Durch das Auslagern von Geschäftsprozessen in das Internet wird nicht nur für Transparenz der Produkte gesorgt. Es werden auch die Kosten für Zwischenhändler und Vertriebe absolut gekürzt. Traditionelle Unternehmen werden so unter Druck gesetzt und quasi zum Handeln gezwungen. Jeder muss sich verändern und das sollte jedem neuen Unternehmer klar sein: Veränderungen sind Teil des Deals, denn wenn sogar riesige Unternehmen, die seit Jahrzehnten bestehen, sich Veränderungen beugen müssen, dann geht es wirklich allen Unternehmen so und nicht anders.

Fazit zu den Geschäftsmodellen der Zukunft

Als Fazit lässt sich sagen, dass sich sowohl der Markt als auch der Konsument gravierend verändern und die Geschäftsmodelle der Zukunft an diese Veränderungen massiv angepasst werden müssen. Zukünftige Geschäftsmodelle und deren Konzept und Anwendung müssen überall angepasst werden (in der Netzökonomie und wahrscheinlich auch bei dir!). Die Digitalisierung bringt uns Möglichkeiten, die vor 20 Jahren undenkbar waren, bringt damit aber auch neue Herausforderungen, denen sich gestellt werden muss.

Zukünftige Geschäftsmodelle müssen eine Rolle online spielen und sollten sich auch definitiv mit dem Thema der Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Viel Erfolg bei der Anpassung deines Geschäftsmodells!

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    Sind wir mal gespannt, ob die Corona Krise nicht noch mehr an den Geschäftsmodellen verändert...